Thema in Sachsen podcast

Weniger Handy, mehr KI: So startet Sachsen ins neue Schuljahr

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Für eine halbe Million Schülerinnen und Schüler in Sachsen beginnt am Montag das neue Schuljahr. Es ist also Zeit, zu fragen: Was ändert sich in den Klassenzimmern und was nicht? Der Freistaat weitet das Verbot von Mobiltelefonen bis Klasse 8 aus, will den Umgang mit digitalen Medien gezielter üben und Kinder mit den Chancen und Tücken von Künstlicher Intelligenz vertraut machen. Darüber spricht Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) in dieser Folge „Thema in Sachsen“. Außerdem dabei: Burkhard Naumann, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sachsen. „Ich habe mal gesagt, das Verbot ist eigentlich kein Verbot, sondern eine Befreiung. Die Handys und die Algorithmen sind zu stark. Sie ziehen uns zu stark in diese digitale Welt“, begründet der Minister, warum er Handys jetzt nicht mehr nur an Grundschulen, sondern auch an Oberschulen und Gymnasien verbannt. Dabei stellt sich die Frage: Wie passt ein Handyverbot mit dem Ziel zusammen, die Kompetenzen von Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Medien zu verbessern? Clemens erklärt ausführlich, was Sachsen mit einem neu eingeführten Medienpass vorhabe und warum es kein Widerspruch sei. Im Gegenteil sagt er: „Es ist aus meiner Sicht absolut der richtige Weg“. Das drängendste Problem aus Sicht der Lehrerschaft ist allerdings nicht das Handyverbot, sondern der Personalmangel. Sachsen hat für das neue Schuljahr 905 neue Lehrkräfte eingestellt. Ob das den Personalmangel reduziert, ist offen. Um den Personalmangel gleichmäßiger zu verteilen, setzt das Kultusministerium weiter auf Abordnungen. Zuletzt gab es rund 5000 Abordnungen an andere Schulen. Im neuen Schuljahr sollen es laut Kultusminister noch mehr sein. GEW-Landeschef Burkhard Naumann hält diesen Weg für problematisch. Lehrkräfte würden damit zwar dort eingesetzt, wo der Bedarf besonders groß ist, fehlten dann aber an ihren Stammschulen. Naumann spricht von einem „Verschiebebahnhof”. Es würden keine Lücken geschlossen, sondern eher neue geschaffen. Zudem kritisiert Naumann, dass abgeordnete Lehrerinnen und Lehrer teilweise fachfremd und an anderen Schularten unterrichten müssten. „Darunter leidet die Qualität“, befürchtet er. Wie sinnvoll ist das ausgeweitete Handyverbot? Wie denken auch Schüler und Eltern darüber? Und wie gut sind Sachsens Schulen auf KI und digitales Lernen vorbereitet? Alle Antworten gibt es in dieser Folge von „Thema in Sachsen“.

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