
Kretschmer nach CDU-Desaster in Sachsen-Anhalt: "Fühle mich auf dramatische Weise bestätigt"
9/11/2026
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„Wir sind im Wirtschaftskrieg mit Amerika, mit China. Wir haben Russland - und wir stehen da wie so ein Boxer in der Ecke, der ständig verprügelt wird. Das geht doch nicht. Wir müssen uns doch da raus bewegen.“ Das sagt Michael Kretschmer (CDU) im exklusiven Interview in dieser Folge „Thema in Sachsen“, der 100. dieses Podcasts.
Die Aussage zeigt deutlich: Wenn man das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom vergangenen Sonntag analysieren, bewerten und verstehen will, findet man die Antworten auf viele Fragen vor allem nicht in diesem Bundesland. Schnell führt der Blick nach Berlin, zur Bundesregierung, zu Friedrich Merz und zu der Frage, ob die Union nach dem Erfolg der AfD und dem Absturz der CDU in Sachsen-Anhalt ihren politischen Kurs verändern muss. Kretschmer wird auch konkret auf den Kanzler angesprochen, dessen Stellvertreter er im Bundesvorstand der CDU ist.
Einen besonderen Schwerpunkt setzt das Gespräch auch auf die geplante Ansiedlung eines Rüstungsunternehmens bei Leipzig. Dort sollen künftig Marschflugkörper gebaut werden, die eine große Reichweite haben. Kretschmer sieht darin eine Chance für Sachsen. "Die Bayern, die hauen sich jeden Tag auf die Schenkel und sagen: 'Wir machen das, das sind tarifgebundene Arbeitsplätze'", erklärt Kretschmer. Gleichzeitig bekräftigt er allerdings seine Position, die er schon seit Beginn des Krieges Russlands in der Ukraine hat: Deutschland dürfe nicht Kriegspartei werden, sagt Kretschmer - und fügt hinzu: „Ich würde sagen, wir sind es längst.“
Im Gespräch geht es außerdem um den Umgang mit der AfD und wieso ein Weiterführen der Debatte über eine „Brandmauer“ der Partei nur dabei helfe, sie immer wieder in eine Märtyrerrolle zu bringen.
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