
Washington vs. Pontiac: Was der Kampf um Land für die Geburt der USA bedeutet
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George Washington ist 16 Jahre alt, als er 1748 zum ersten Mal ins
Shenandoah Valley reist, ein weites Tal in den Appalachen. Ausgestattet
ist er mit einem Landvermesser-Kompass, denn Ziel des Trips ist es, das
Land jenseits der natürlichen Grenze zu erkunden. Jahre später wird
Washington Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee, die dafür kämpft, dass
die 13 Kolonien an der amerikanischen Ostküste von Großbritannien
unabhängig werden. 1789 wird er zum ersten Präsidenten der USA gewählt.
Doch seinen frühesten Eindruck von dem, was einmal die Vereinigten
Staaten sein könnten, gewinnt der junge Mann aus Virginia auf der ersten
Tour nach Westen: Schon bald begegnet er dort einer Gruppe von »30 odd
Indians« – »um die 30 Indianern«, wie er notiert. Im Jahr 1750 kauft
Washington 1459 Acre Land im Shenandoah-Tal, etwa sechs
Quadratkilometer. Bis zu seinem Tod wird er Land wie dieses
bewirtschaften und mit ihm spekulieren – Land, auf dem bereits Menschen
leben: Angehörige der Shawnee, Creek oder Delaware.
In der neuen Folge von »Wie war das noch mal« erzählen wir, wie die USA
auch aus dem Streben nach Land geboren wurden. Wir reisen ins
historische Tal des Ohio, wo die Briten siedeln wollen, die Franzosen
ihre älteren Ansprüche verteidigen und indianische Gruppen von Beginn an
um ihre Unabhängigkeit kämpfen. Wir erzählen, wie der Ottawa-Anführer
Pontiac mit seiner indianischen Allianz die Briten an den Rand einer
Niederlage bringt und wie es den jungen USA schließlich gelingt, den
Kampf um das Land doch für sich zu entscheiden.
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Vereinigten Staaten – und der Angriff auf das Erbe der Gründerväter«
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Als Literatur für diese Folge haben wir unter anderem diese Bücher
verwendet:
- Colin G. Calloway: The Indian World of George Washington. The First
President, the First Americans and the Birth of The Nation, Oxford
University Press 2018
- Aram Mattioli: Verlorene Welten. Eine Geschichte der Indianer
Nordamerikas, Klett-Cotta 2017
- Volker Depkat: Die Amerikanische Revolution, C. H. Beck, München
2026
Transparenzhinweis: In einer früheren Version dieses Textes haben wir
eine falsche Übersetzung von »30 odd Indians« verwendet. Wir haben das
korrigiert und die entsprechende Stelle im Audio entfernt.
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