
Warum es kaum noch Frauenpolitik in Österreich braucht
„Wir haben mittlerweile eher eine systemische Bevorzugung für Frauen als eine Benachteiligung." – Carmen Treml
Die EU-Lohntransparenz-Richtlinie sollte längst nationales Recht sein – die Frist dafür ist am 7. Juni verstrichen, ohne dass Österreich liefert. Carmen Treml und Sandra Keplinger schauen sich an, was die Richtlinie für Unternehmen konkret bedeutet, warum der bereinigte Gender Pay Gap in Österreich nur bei 6,2 Prozent liegt statt der oft zitierten 12,6 – und warum es die klassische Frauenpolitik in dieser Form nicht mehr braucht. Außerdem besprechen wir das Gender Equality Paradox oder warum der Equal Pay Day und die Debatte um unbezahlte Care-Arbeit in die falsche Richtung führen.
Themen dieser Folge:
01:30 Die EU-Lohntransparenz-Richtlinie erklärt
03:48 Praxisbeispiel: Was die Richtlinie für Unternehmen bedeutet
07:25 Der Gender Pay Gap: Berufswahl und Teilzeit werden oft ausgeblendet
18:45 Wie sich der Feminismus-Begriff verändert hat
22:46 Das Narbenexperiment: Erwartung erzeugt Diskriminierung
24:50 Gender-Statements in Jobausschreibungen und Frauenförderung
28:22 Mütter, Teilzeit und der echte Pay Gap
30:41 Welche Frauenpolitik braucht es?
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