Thema in Sachsen podcast

Sechs Monate nach Amokfahrt in Leipzig: Was wissen wir heute über die Tat und Jeffrey K.?

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Der 4. Mai 2026 - In der Leipziger Innenstadt rast ein Auto mit mehr als 90 km/h durch eine Fußgängerzone. Am Steuer sitzt Jeffrey K. Der Mann fährt gezielt auf Menschen zu, tötet zwei - und verletzt acht weitere. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhardt Jung (SPD) spricht in einem ersten Statement von „einer Tat, die nie verstehbar sein wird“. Die Tat erschüttert die Stadt und wirft viele Fragen auf. Die Amokfahrt ist jetzt auf den Tag genau ein halbes Jahr her. Wie viel von dem, was damals „nie verstehbar“ schien, ist inzwischen klar? Antworten auf diese Frage wird in den kommenden Monaten der an diesem Montag vor dem Leipziger Landgericht begonnene Prozess gegen den Amokfahrer liefern. Eine umfangreiche Recherche von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung gibt zudem bereits jetzt tiefe Einblicke zu den Hintergründen der Tat. Die neue Folge des Podcasts „Thema in Sachsen“ fasst die aktuellen Entwicklungen zusammen. Über den Prozessauftakt berichtet Frank Döring. Der LVZ-Gerichtsreporter war am Montag vor Ort. Im Podcast erklärt er alles zu der umfangreichen, rund 130 Seiten langen Anklageschrift. Die Staatsanwaltschaft wirft Jeffrey K. zweifachen Mord und 85-fachen versuchten Mord vor. Döring schildert zudem seine Eindrücke von der Szenerie am ersten Verhandlungstag, den auch Angehörige von Opfern im Gerichtssaal mitverfolgt haben. Und er erklärt das Verhalten des Angeklagten. Jeffrey K. habe „sehr gefasst, fast ungerührt“ gewirkt und sich nicht geäußert. Dass Jeffrey K. zum Prozessauftakt schwieg, geht nach Einschätzung von Gerichtsreporter Döring offenbar auf eine sorgfältige Vorbereitung durch seinen Verteidiger Malte Heise zurück. Heise hat in Leipzig den Ruf eines Top-Juristen. Als Strafverteidiger hat er bereits in zahlreichen aufsehenerregenden Verfahren Mandanten vertreten. Welche Strategie er offenbar im Prozess gegen Jeffrey K. verfolgt und wie es überhaupt dazu kam, dass ausgerechnet er den Amokfahrer vertritt, erklärt Döring im Podcast. Der Prozess ist allerdings nur ein Teil der Aufarbeitung der Ereignisse des 4. Mai. Auch ein halbes Jahr nach der Tat sind viele Fragen offen, die weit über die strafrechtliche Dimension und den Weg zur Urteilsfindung für Jeffrey K. hinausgehen: Hätte die Amokfahrt verhindert werden können? Was treibt Menschen überhaupt zu solchen Gewalttaten? Welche Folgen hat das Geschehen für die Stadt und die Gesellschaft? Diesen Fragen sind Reporterinnen und Reporter von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung in den vergangenen Monaten intensiv nachgegangen. Entstanden ist der dreiteilige Recherche-Podcast „Amokfahrt. Wenn das Auto zur Waffe wird“. Über die Recherchen und die Ergebnisse ihrer langen Suche nach Antworten spricht die federführende Reporterin des Projekts Denise Peikert im zweiten Teil dieser Folge „Thema in Sachsen“.

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