Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg podcast

#367 Moskau, Kiew, Washington – die Witkoff/Kushner-Mission

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Die USA haben einen neuen Vermittlungsversuch im Ukraine-Krieg gestartet. Die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner waren zu Verhandlungen in Russland und der Ukraine. Die Ergebnisse sind laut Ex-Nato-General Erhard Bühler überschaubar: "Das beste Ergebnis war wohl, dass die Kiewer einen relativ ruhigen Sonntag hatten. Ohne Luftalarm." Die US-Unterhändler sprachen nach den Gesprächen von Fortschritten und forderten trilaterale Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA. Laut Bühler ist aber nicht zu erkennen, dass Russland von seinen bisherigen Kriegszielen abrückt. Es gehe Moskau darum, dass die Ukraine noch mehr Gebiete abtrete, ihre Souveränität verliere und eine russlandhörige Regierung erhalte.

Die aktuelle militärische Lage: Russland kommt in der Ostukraine weiter nur langsam voran. Bühler erklärt, die russische Armee habe im August gut 50 Quadratkilometer erobert – über die gesamte Front in der Ukraine verteilt. Nach Berechnungen des Institute for the Study of War würde Russland bei dieser Vormarschgeschwindigkeit noch bis ins Jahr 2032 brauchen, um alleine den Donbass komplett zu erobern. Natürlich seien das plakative und theoretische Berechnungen, so Bühler. Sie machten aber deutlich, wie langsam Russland derzeit vorankomme. Erfolge gebe es nur an einigen Frontabschnitten zu vermelden. So rückten die Russen weiter langsam bei Slowjansk und Dobropillja vor. Im Gegenzug seien die Ukrainer nördlich von Kupjansk erfolgreich. Dort sei der russische Brückenkopf über den Fluss Oskil geteilt worden. Auch bei Lyman laufe seit Wochen ein ukrainischer Gegenangriff, der einige Erfolge bringe.

Außerdem besprechen Host Tim Deisinger und Bühler in dieser Folge des Podcasts "Was tun, Herr General?" die Luftangriffe auf beiden Seiten. Und es gibt Neuigkeiten vom Schwarzen Meer: Den Russen ist es gelungen, den ukrainischen Getreideexport empfindlich zu treffen. Das hat wirtschaftliche Folgen.

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an [email protected] oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 10. September 2026 geplant.

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