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Am 19. Juni 1962 stürzen vier Piloten westlich von Köln mit ihren
Kampfflugzeugen ab. Gerade erst hat die Luftwaffe die Maschinen
eingeführt, die Piloten trainieren für eine Flugshow am nächsten Tag.
Alle vier Männer sterben bei dem Absturz unweit des
Luftwaffen-Stützpunkts Nörvenich. Es ist die erste Katastrophe dieser
Art in der Bundesrepublik. Die Flugshow am Folgetag wird abgesagt.
Eigentlich sollte gefeiert werden, dass an diesem Standort der neue
Allzweck-Kampfjet der Bundeswehr in Dienst gestellt wird: der
Starfighter. Nun liegen vier Exemplare zerstört am Boden.
In der neuen Folge von "Wie war das noch mal?" nehmen wir Platz in einem
aufregenden Flugzeug, das mit doppelter Schallgeschwindigkeit flog, der
Bundeswehr Schlagkraft und Modernität bringen sollte und geradezu
sinnbildlich für die Nachkriegs-Allianz mit den USA stand. Doch der
Starfighter war auch bald berüchtigt für seine Abstürze und Pannen. Er
kostete viel zu viele junge Piloten das Leben. Zudem sorgte er für eine
aufsehenerregende Schmiergeld-Affäre. Es gibt kein Flugzeug der
Bundeswehr, das so bekannt ist, keines hat einen so ambivalenten Ruf.
Wir zeichnen die Geschichte des Starfighters nach und begeben uns in die
Zeit kurz nach der Gründung der Bundeswehr. Warum entschied der
CSU-Verteidigungsminister Franz Josef Strauß im Jahr 1958, ausgerechnet
diesen Kampfjet zu kaufen? Wir rekapitulieren die Pannenserie und die
zahlreichen Abstürze, die 1965 und 1966 zu einer heftigen politischen
Krise in Regierung und Parlament in Bonn führten. Wir lassen uns vom
Starfighter-Piloten Klaus Sommer erzählen, wie schwierig es wirklich
war, diesen Jet zu fliegen, und wie es sich anfühlte, im Cockpit zu
sitzen – mit einer Atombombe unter dem Rumpf. Sommer erinnert sich wie
die meisten Starfighter-Piloten trotz allem gerne an den Kampfjet: Er
war "das Beste, was einem passieren konnte", sagt er, "wenn man es
überlebte".
Auch das aktuelle Heft von ZEIT Geschichte widmet sich der Bundeswehr,
die im November ihren 70. Geburtstag feiert: Darin analysiert der
Militärhistoriker Sönke Neitzel, dass die deutsche Armee wieder zu ihrer
ursprünglichen Aufgabe der Landesverteidigung zurückfinden muss. Der
Historiker und ZEIT-Geschichte-Autor Norbert Frei erzählt, wie Konrad
Adenauer den Alliierten die Wiederbewaffnung abgerungen hat. Moritz
Gerlach geht der Frage nach, ob und wann die Bundeswehr eigentlich in
der Lage war, das Land zu verteidigen. Und unsere Autorin Magdalena
Gräfe hat die Geschichte des Hauptgefreiten Sergej Motz nachgezeichnet,
der 2009 in Afghanistan starb – als erster deutscher Soldat, der nach
1945 in einem Feuergefecht bei einem Kampfeinsatz ums Leben kam.
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Mail unter [email protected].
Für unsere Sendung haben wir uns Rat und Auskunft beim Deutschen Museum
in München geholt. Dort hat uns der Kurator Andreas Hempfer aus der
Hauptabteilung Verkehr, Mobilität, Transport viele wertvolle Hinweise
gegeben. Das Deutsche Museum zeigt in seiner Hauptausstellung auf der
Museumsinsel einen Starfighter sowie einen weiteren in seiner
Außenstelle in Oberschleißheim.
www.deutsches-museum.de
Die Plenarsitzungen des Deutschen Bundestags sind in Text, Bild und Ton
auf seiner Internetseite dokumentiert und recherchierbar:
www.bundestag.de/mediathek/plenarsitzungen
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