Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity podcast

509 - Meine Fotos sind für die Tonne? Wer entscheidet das eigentlich?

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Erste eigene Analogfilme seit über zwanzig Jahren, und beim ersten Blick auf die Scans ist der Gedanke sofort da: alles für die Tonne. Zu dunkel, ein Schleier über fast jedem Bild, nichts von dem, was zwanzig Jahre digitale Gewöhnung als gutes Foto gelernt haben. Falk hört sich die Geschichte an und findet schnell den technischen Grund, ein Film, der zu lange gelegen hat und viel mehr Licht gebraucht hätte, als Lars ihm gegeben hat. Dahinter steckt aber eine Frage, die mit Analog oder Digital erstmal gar nichts zu tun hat: Woran misst Du eigentlich, ob ein Foto gelungen ist, und wer hat Dir diesen Maßstab eigentlich beigebracht? Ein Kommentar aus der fc bringt Lars dazu, seine Bilder noch einmal anzuschauen, diesmal ohne den gewohnten Vergleich im Kopf, und plötzlich sieht das, was eben noch Ausschuss war, aus wie etwas mit eigener Haltung. Genau dieser Blick sortiert auch am Digitalbild aus, jeden Tag, meistens ohne dass Du ihn bemerkst. Dazwischen geht es um Kameras, denen man vertrauen kann und solche, bei denen man besser vorher nachliest, um Pushen und Pullen, um Belichtung in die Schatten statt in die Lichter, und um das Tempo, das sich einstellt, wenn zwischen Auslösen und Ergebnis plötzlich Wochen liegen statt Sekunden. Wer nie einen Film eingelegt hat, bekommt trotzdem etwas mit: einen Anlass, den eigenen Aussortier-Reflex noch einmal zu prüfen.

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