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Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist schon lange der Bad Boy der
EU, Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte ihn schon mal
frotzelnd mit “hello, dictator”: Daheim höhlt Orbán den Rechtsstaat
aus, in Brüssel legt er Veto gegen Ukraine-Hilfen ein. Und zu Hause
scheint Orbán den Machterhalt perfektioniert zu haben: Seit 16 Jahren
regiert er in Ungarn, wurde dreimal wiedergewählt und kann auf eine
Zweidrittelmehrheit im Parlament zurückgreifen. Das System Orban
fasziniert Rechte weltweit – nicht nur die AfD in Deutschland, sondern
auch das Trump-Lager, das regelmäßig nach Budapest reist, um von Ungarn
zu lernen. Auch die CSU war kurzzeitig mal Orban-Fan, worüber sie heute
nicht mehr so gerne spricht.
In einer neuen Ausgabe von “Was Jetzt? Der Wahlkreis” sprechen Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über Orbáns Begriff der
“illiberalen Demokratie” und die Mechanismen, die dahinterstecken. Was
unterscheidet seinen Autoritarismus von dem in Russland und warum ist er
für Rechte gerade dadurch attraktiv? Wie hat Orbán es geschafft, über
all die Jahre große Teile der Ungarn hinter seiner Politik zu vereinen –
und warum scheint diese Zustimmung gerade jetzt vor den nächsten Wahlen
zu bröckeln?
Der nächste Wahlkreis erscheint am 28. Februar.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
SHOWNOTES
Wie sich die amerikanische Rechte in Ungarn verliebte (New York Times)
Eine große New-Yorker-Reportage über die Amerika-Leidenschaft der
amerikanischen Rechten
Orbans Rede bei CPAC
Bela Greskovits über Orbans System der Civic Circles
Ein Ideologe des Orban-Regimes über Orbans Regierungstechnik
Orbans Rede zur illiberalen Demokratie
Eine interessante Analyse zu Orbans Grundsatzreden 2014 - 2023
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