Thema in Sachsen podcast

Gekommen wie aus dem Nichts: Was steckt hinter dem Rüstungs-Start-up Covenant in Leipzig?

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„Genau diese Marschflugkörper fehlen uns in ausreichender Menge“, sagt Jens Lehmann. Der Leipziger CDU-Bundestagsabgeordnete, der zugleich Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, erklärt im Podcast „Thema in Sachsen“ von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung, warum er die Ansiedlung des US-Rüstungsunternehmens Covenant für sinnvoll hält. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung beim Ausbau der deutschen und im erweiterten Sinne auch der europäischen Verteidigungsfähigkeit. Soweit so klar – und mit Blick auf die Ausstattung der Bundeswehr mit Distanzwaffen auch nachvollziehbar. Deutschland hat bis auf wenige Hundert Marschflugkörper vom Typ „Taurus“ kein wirklich großes Arsenal. „Es ist einfach wichtig, dass man die Fähigkeit hat, auch in die Tiefe wirken zu können, um abschreckungsfähig zu sein“, so Lehmann. Die jetzt bald massenhaft in Serie produzierten Raketen des US-Start-ups Covenant würden demnach eine Lücke schließen. Allerdings wirft die erst vor wenigen Wochen bekannt gewordene Ansiedlung Fragen auf. Die Firma existiert erst seit 2024, hat Anfang September ihre Leipzig-Pläne bekanntgegeben und schon am Montag dieser Woche das Werk im Norden der Stadt eröffnet. Ab 2027 soll dort der Marschflugkörper „Anthem“ produziert werden – zunächst 1000 Stück pro Jahr, später bis zu 5000. Das Tempo und die angepeilte Stückzahl sind enorm. Zum Vergleich: Die US-Rüstungsfirma Raytheon kann gegenwärtig pro Jahr nur rund 100 der bekannten Marschflugkörper vom Typ „Tomahawk“ bauen. Was steckt also hinter dem Unternehmen, das anscheinend wie aus dem Nichts kommt und nun in Leipzig aufgetaucht ist? Wer sind die Geldgeber des milliardenschwer bewerteten Start-ups? Warum setzt Covenant ausgerechnet auf Sachsen? Und ist es sinnvoll, dass sich Deutschland und seine europäischen Verbündeten bei der Produktion einer strategisch so wichtigen Waffe auf eine noch sehr junge Firma aus den USA verlassen? Im Podcast durchleuchtet all diese Fragen und Hintergründe der Wirtschaftsreporter Florian Reinke. Er erzählt, dass hinter Covenant und den von dem Start-up bereits gesammelten 250 Millionen Euro Risikokapital nicht irgendwelche Investoren stehen, sondern auch Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley. Darunter: die Wagniskapitalfirma Andreessen Horowitz, deren Gründer aktiv den Wahlkampf Donald Trumps 2024 mit Millionen-Spenden unterstützt haben und der „Founders Fund“ des umstrittenen Milliardärs Peter Thiel. Im zweiten Teil des Podcasts geht es schließlich mit dem CDU-Politiker Jens Lehmann um die strategische Bedeutung der Ansiedlung, die wirtschaftlichen Effekte in der Region, aber auch um das Abhängigkeitsverhältnis der europäischen Verteidigungsstrategie von den USA – sowie um die teils lautstark bei Protesten vorgetragene Kritik, die es an Covenant in seiner Heimatstadt gibt.

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