HUNGRY MINDS - eine Generation, die fordert podcast

Wie groß ist die Lesekrise, Ulrich Ludewig?

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„Lesestart 1-2-3“ ist ein bundesweites Programm, das Kleinkinder beim Kinderarzt bzw Ärztin oder in Bibliotheken kostenlos mit Büchern und Lesetipps versorgt, um möglichst alle Familien früh zu erreichen – und zwar unabhängig vom Bildungsgrad oder Geldbeutel der Eltern. Und genau da soll jetzt gespart werden. Was viele nicht wissen: Wir stecken seit Jahren oder fast Jahrzehnten in einer Lesekrise fest, die immer größer wird. Rund 25 % der Viertklässler:innen erreichen nicht das Mindestniveau im Leseverständnis. Das zeigt die internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU 2021). Knapp ein Viertel der 15-Jährigen verfügt nicht über ausreichende Lesekompetenzen für eine erfolgreiche Teilhabe an Bildung und Gesellschaft. Dabei ist Lesekompetenz die Grundlage für Lernen in nahezu allen Fächern, für Ausbildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir kritisch denken, Inhalte kombinieren und uns selbst eine Meinung bilden können. Dr. Ulrich Ludewig vom Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund ist auch Mitautor der IGLU-Studie. Er ordnet die Lesekrise und ihre Folgen für uns ein. Letzte Ifo-Studie: [Hier.](https://www.ifo.de/pressemitteilung/2025-12-15/bessere-bildung-bringt-deutschland-milliardenrenditen) 30 Millionen Wörter Gap: [Hier.](https://www.researchgate.net/profile/Walter-Dorsch-2/publication/355375745_Die_30-Millionen-Worter-Lucke_und_eine_fruhe_Katastrophe/links/61938bf23068c54fa5eeb35c/Die-30-Millionen-Woerter-Luecke-und-eine-fruehe-Katastrophe.pdf)

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