
#01 Verdrängen und vergessen: Überlastungsschutz für die Seele - Ausschnitt 1
16.7.2026
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Warum konnte Sigmund Freuds berühmteste Patientin Anna O. nicht aus Gläsern trinken? Erst eine Hypnose brachte den Grund ans Tageslicht: sie hatte einmal Hunde aus ihrem Glas trinken sehen. Aber die ekelerregende Erinnerung war "verdrängt", also in streng zensierte Bereiche des Unbewussten verschoben worden. Dort eingesperrte Denkinhalte sind konfliktbehaftet. Sie entziehen sich - so die psychoanalytische Lehre - einem schnellen Zugriff und machen sich allenfalls in Träumen, Fehlleistungen und Neurosen bemerkbar. Das ist das Material, mit dem dann therapeutisch gearbeitet wird, um Verdrängtes behutsam bewusst zu machen. Mittlerweile ist auch neurowissenschaftlich belegt, dass der Mensch in der Lage ist, sich selbst unbewusst zu manipulieren, also Schlimmes zu verdrängen oder Realitäten auszublenden, etwa eigene Schwächen und Gebrechen zu leugnen. Ein im Grunde gesunder Reflex. Denn wen fürchterliche Gedanken immer wieder heimsuchen, der wird möglicherweise psychisch krank. Ein Podcast von Justina Schreiber (BR 2015)
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