#380 ErklÀr mir das Leben mit Borderline, Leonie-Rachel Soyel
Borderline ist behandelbar. Leonie-Rachel Soyel erzĂ€hlt, wie sie durch Therapie und Arbeit an sich selbst die Symptome unter die Nachweisgrenze brachte. Der SchlĂŒssel: Den »A-B-Moment« erkennen und zwischen destruktivem Impuls und gesunder Wahl entscheiden. Ein GesprĂ€ch, das Hoffnung macht und Stigma abbaut.đ Leonie-Rachel Soyel ist Bloggerin, Influencerin und Podcasterin mit Schwerpunkt auf Mental Health, Lebensstil und Beziehungen. Sie spricht offen ĂŒber Borderline, um das Tabu psychischer Erkrankungen zu durchbrechen. Sie betreibt gemeinsam mit Sinah Edhofer den Podcast »CouchgeflĂŒster«.Diese BĂŒcher empfiehlt Leonie-Rachel:Ich hasse dich - verlass mich nicht: Die schwarzweiĂe Welt der Borderline-Persönlichkeit von von Jerold J. Kreisman und Hal Straus, https://amzn.to/49UDYsRRatgeber Borderline-Störung: Informationen fĂŒr Betroffene und Angehörige von Martin Bohus und Markus Reicherzer (https://www.hogrefe.com/de/shop/ratgeber-borderline-stoerung-93019.html) Bindung als sichere Basis: Grundlagen und Anwendung der Bindungstheorie von von John Bowlby, https://amzn.to/4rv4sXOLeonie-Rachels Shoutout fĂŒr MedienDie Instagram-KanĂ€le von Der Standard (https://www.instagram.com/derstandardat/), ORF ) https://www.instagram.com/orf/) und Zeit im Bild (https://www.instagram.com/zeitimbild/)Der Instagram-Kanal Xjjleo (https://www.instagram.com/xjjleo/)Was nehme ich mir mit?Borderline ist behandelbar. Leonie sagt, sie hat es in ihrem Leben geschafft, dass es unter der Nachweisgrenze ist. Durch Therapie, ein gutes Umfeld und SelbstfĂŒrsorge hat sie es geschafft, ein gutes Leben zu fĂŒhren. Die Forschung zeigt: Leonie ist kein Einzelfall. Wenn Menschen Zugang zur richtigen Therapie haben, ist Borderline heute sehr gut behandelbar.Das richtige Umfeld ist entscheidend. Ja, wenn wir Probleme haben, dann mĂŒssen wir auch an uns selbst arbeiten. Und brauchen UnterstĂŒtzung von der Gesellschaft in der Form von Therapien, Medikamenten und Bildung. Aber: Essentiell ist oft auch das Umfeld. In manchen Jobs, Beziehungen oder Orten, an denen wir leben, werden unsere Probleme und scheinbar schlechten Eigenschaften potenziert. In andere passen wir plötzlich smooth hinein.Diagnosen sind eine Gratwanderung.Sie Ă€ndern sich ĂŒber die Zeit. Dinge, die wir heute als ganz normal sehen, wie HomosexualitĂ€t, wurden frĂŒher als Krankheit diagnostiziert. Wir neigen dazu, schnell Dinge, die nicht der Mehrheit entsprechen, als abnormal, gestört oder krank zu sehen. Gleichzeitig braucht es Diagnosen, weil es gewisse Standardisierungen in der Medizin und Therapie braucht. Sie können Betroffenen ebenfalls helfen: Weil man dann weiĂ, was los ist. Wenn sie helfen, sind sie gut, sie dĂŒrfen aber nicht zur IdentitĂ€t werden: Ich bin Borderliner, ich bin Depressiver, nein, das ist einfach eine Krankheit, die man mal hat.
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