
Update: ICE-Einsatz in Minneapolis – erleben die USA einen neuen George-Floyd-Moment?
08/01/2026
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12:05
In Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota hat ein Beamter der
US-Einwanderungsbehörde ICE eine Autofahrerin erschossen. Nach
Polizeiangaben näherte sich der Beamte dem Wagen, der den Verkehr
blockierte, zu Fuß, als das Auto anfuhr. Daraufhin schoss der Beamte.
Die 37-jährige Fahrerin starb später im Krankenhaus. Nach dem Vorfall
protestierten Hunderte Menschen am Tatort gegen ICE-Einsätze.
US-Präsident Donald Trump verteidigte den Schützen und machte die
"radikale linke Gewalt- und Hassbewegung" für die Eskalation
verantwortlich. Der demokratische Gouverneur von Minnesota, Tim Walz,
widersprach scharf und warf Trump vor, eine Politik zu betreiben, die
"Angst, Schlagzeilen und Konflikte" erzeuge. Rieke Havertz,
internationale Korrespondentin und USA-Expertin der ZEIT, schätzt im
Podcast ein, ob sich der Konflikt zwischen der Regierung von Minnesota
und Trump zuspitzen könnte und ob mit weiteren Protesten zu rechnen ist.
In mehreren deutschen Bundesländern haben Landwirte gegen das geplante
Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien,
Brasilien, Paraguay und Uruguay protestiert. Das Abkommen wird seit 1999
verhandelt und soll Zölle auf rund 91 Prozent des Warenhandels zwischen
den beteiligten Ländern abschaffen – es wäre die größte Freihandelszone
der Welt. Warum viele Bauern in Deutschland und auch in anderen Ländern
dagegen sind, erklärt Politikredakteurin Merlind Theile.
Außerdem im Update:
- In der syrischen Stadt Aleppo sind bei erneuten Kämpfen zwischen der
Übergangsregierung und den kurdisch geführten Demokratischen Kräften
Syriens (SDF) mindestens vier Menschen getötet worden, weitere
wurden verletzt. Worum es bei dem Konflikt geht und ob sich die
Gewaltspirale noch eindämmen lässt, ordnet Anna-Theresa Bachmann,
die für die ZEIT in Syrien unterwegs ist, ein.
- Wegen des Sturmtiefs "Elli" hat der Deutsche Wetterdienst eine
Unwetterwarnung herausgegeben. Betroffen von Schnee, Eis und Glätte
sind vor allem der Norden und der Osten Deutschlands. In Hamburg,
Bremen und Teilen Niedersachsens bleiben am Freitag die Schulen
geschlossen. Die Deutsche Bahn schränkt ihren Zugverkehr vorsorglich
ein.
- Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff (CDU) hat
angekündigt, sein Amt vorzeitig aufzugeben. Für ihn soll der
bisherige Wirtschaftsminister Sven Schulze übernehmen. Er ist
zugleich Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahlen, die am 6.
September stattfinden.
Und sonst so? Wie gesund lebst du?
Moderation und Produktion: Constanze Kainz
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Maximilian Renzikowski
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
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Mercosur-Abkommen: Warum Frankreich das Mercosur-Abkommen blockiert
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