
0:00
10:41
Bis zur Mitte der Wahlperiode will die schwarz-rote Bundesregierung
kleine und mittlere Einkommen steuerlich entlasten. So steht es im
Koalitionsvertrag. Ein konkretes Konzept gibt es aber noch nicht, weil
sich Union und SPD bisher nicht einigen konnten. Doch nun kommt Bewegung
in die Diskussion. Im Gespräch ist unter anderem ein höherer
Spitzensteuersatz, wie das Handelsblatt berichtet. Demnach schließt die
Union eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes nicht mehr kategorisch aus.
Sie würde damit der SPD in einem zentralen Punkt entgegenkommen, um eine
große Steuerreform zu ermöglichen. Der Steuerexperte Stefan Bach vom
Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schlägt vor, den
starken Belastungsanstieg für mittlere Einkommen zu glätten und den
Solidaritätszuschlag abzuschaffen. Im Gegenzug soll der
Spitzensteuersatz von 42 auf 49 Prozent steigen. Mark Schieritz,
stellvertretender Ressortleiter im Politikressort der ZEIT, erklärt im
Podcast, worum es in dem Reformvorschlag geht und wer davon profitieren
würde.
Deutsche Politikerinnen und Politiker kritisieren die Entscheidung der
US-Regierung, angesichts stark gestiegener Energiepreise vorübergehend
wieder den Verkauf von russischem Erdöl zu erlauben. "Wir halten es für
falsch, die Sanktionen zu lockern", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz
(CDU). Deutschland müsse den Druck auf das Regime in Moskau erhöhen,
weil Russland keine Verhandlungsbereitschaft zeige. Auch
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (ebenfalls CDU) warnte
davor, Putins Kriegskasse weiter zu füllen. Die Entscheidung aus
Washington kommt für die Bundesregierung überraschend und gibt Anlass
zur Sorge um mögliche Folgen für die Unterstützung der Ukraine. Fabian
Reinbold, politischer Korrespondent der ZEIT, begleitet den
Bundeskanzler auf seiner Reise nach Norwegen. Im Podcast ordnet er ein,
welche Auswirkungen die Entscheidung auf den Krieg in der Ukraine haben
könnte und warum der Bundeskanzler den US-Präsidenten ungewohnt deutlich
kritisiert.
Außerdem im Update:
- Abwehrsysteme der Nato haben nach türkischen Angaben eine dritte
iranische Rakete zerstört. Diese sei vom Iran in Richtung Türkei
abgeschossen worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium
mit. Es ist bereits der dritte Angriff auf den Nato-Bündnispartner
Türkei seit Beginn des Irankriegs.
- Das Auswärtiges Amt plant vorerst keine weiteren Evakuierungsflüge
für Deutsche aus der Golfregion.
Und sonst so? Wie eine Kolonie von Königspinguinen von der Erderwärmung
profitiert
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
Weitere Links zur Folge:
Einkommensteuertarif: Was ein höherer Spitzensteuersatz für Sie bedeuten
könnte
Wirtschaftspodcast: "Ist das eine Blase?": Wie entlasten wir die
Mittelschicht?
Irankrieg: Merz kritisiert US-Entscheidung zu russischem Öl als "falsch"
Irankrieg: Nato-Abwehrsystem fängt weitere Rakete aus dem Iran über der
Türkei ab
Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro
im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen.
[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner
finden Sie HIER.
Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen.
Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen
Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
Otros episodios de "Was jetzt?"



No te pierdas ningún episodio de “Was jetzt?”. Síguelo en la aplicación gratuita de GetPodcast.








