
Mit Fluchen gegen Depressionen: Dr. Michael Bohne, Arzt und Psychiater aus Hannover, weiß um den großen Nutzen des Schimpfens für die Psyche. „Das befreit“, sagt er, der die Malediktologie, die Nutzung von Schimpfwörtern und Kraftausdrücken, in der Psychotherapie und auch Traumatherapie als ein wichtiges Tool einsetzt. Verbunden mit der Klopftechnik, der PEP-Methode, können sich so schnell und wirksam Blockaden lösen.
Das weiß er auch aus seiner Erfahrung als Coach von Musikerinnen und Musikern, die er bei Lampenfieber und Auftritts-Angst betreut. „Das Nervensystem muss sich wohlfühlen, umso mehr sind wir zu Höchstleistungen bereit“, sagt der Psychiater, der in Hannover ein Fortbildungszentrum betreibt.
Fluchen: Dabei geht es nicht nur um eine negativ besetzte Sprache, sondern auch um positiv konnotierte Ausdrücke, die uns empowern, die uns stärken. Es geht um Kraftsätze: „Geiler Scheiß“ oder „Krasse Sache“, emotionale Sprach- und Kraftpakete, die uns guttun. „Aber es reicht auch schon ein Amen oder selbst ein Wow, oder Hui, um die Psyche positiv zu beeinflussen“, so Dr. Bohne.
Wer schreit und flucht, kann sogar Ängste und Schmerzen signifikant reduzieren. Freier zu werden, sich zu lösen von Glaubenssätzen, von persönlichen Hemmschwellen, all das spielt in den positiven Effekt des Fluchens mit hinein. Wir gehen auf die Big Five der Stagnationsprozesse ein und die Klopftechnik.
Sein Wunsch: Psychotherapie mit einem Smiley versehen, mehr spielerische Elemente mit aufnehmen, sie motivationsförderlicher aufstellen, um Freude und letztlich unser Gehirn zu fordern und zu fördern.
Dr. Michael Bohne ist Arzt, Psychiater und Psychotherapeut. Er ist Begründer der Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie (PEP - Klopftechnik), arbeitet als Coach für Opernsänger und klassische Musiker, als Trainer für Fernseh- und Radiomoderator:innen von ARD und ZDF, als Coach für Unternehmen, ist Sachbuchautor und gern gesehener Podcast-Gast, unter anderem bei Hotel Matze.
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