Unter Büchern mit Katrin Schumacher podcast

Shida Bazyar, Monika Maron und eine neue Biografie über Thomas Mann

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Bücher der Sendung:

Shida Bazyar: "Die Lücken"
Gerade wurde bekannt, dass dieser Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht: als Anwärter für einen der fünf besten Romane des Jahres. Er spielt in dem fiktiven Dorf Heimesbach im Hunsrück. Es ist kein Geheimnis, dass Hermeskeil, Shida Bayzars Heimatstadt, dafür Pate gestanden hat. Es geht um das Schweigen nach den Verbrechen im Nationalsozialismus, die im Titel erwähnten "Lücken", die dieses Schweigen produziert und die Verantwortung, die es bedeutet, an einem solchen Ort zu leben. Leonie Berger hat das Buch gelesen und die Autorin getroffen.

Hans Woller: "Thomas Mann. Ein politisches Leben."
Der Film "Vaterland" sorgt derzeit für volle Kinosäle. Das Interesse an deutscher Geschichte, an Identität und an der Frage, wie Intellektuelle auf politische Krisen reagieren, scheint ungebrochen. Passend dazu ist eine neue Thomas-Mann-Biografie erschienen: "Thomas Mann. Ein politisches Leben" von dem Historiker Hans Woller. Jan Schönfelder hat das Buch gelesen und auch auf die Frage geantwortet: Brauchen wir wirklich noch eine weitere Thomas-Mann-Biografie?

Monika Maron: "Vier Minuten"
Die Autorin wurde in den 90er-Jahren durch ihren Roman "Flugasche" bekannt – das Buch über Umweltzerstörungen durfte in der DDR nicht erscheinen. Seitdem war sie Autorin des S. Fischer Verlags in Frankfurt am Main. Der beendete vor einigen Jahren die Zusammenarbeit mit ihr wegen vermeintlich politisch unkorrekter Aussagen zu Migration und Islam – was zu einer heftigen Feuilleton-Debatte führte. Die Autorin wurde im Juni dieses Jahres 85 Jahre alt. Vor Kurzem sind ihre Tagebücher erschienen. Und nun ein neuer Roman. Dirk Fuhrig stellt ihn vor.

Marcus Andreas Mohr: "#verhaftet. Eine Ortsbegehung"
Marcus Andreas Mohr ist Fotograf und Medienkünstler, Autor, Lyriker und arbeitet der Schnittstelle zwischen Bild, Text und Erinnerung: "Vielleicht ist Kunst nichts anderes als die Verwandlung von Verhaftung in Freiheit – und das Erzählen nichts anderes als der Versuch, diese Freiheit zu teilen." Dieser Erkenntnis liegt seine eigene Geschichte zugrunde, die ihn 1987 mit 15 Jahren für acht Wochen in eine Untersuchungshaftanstalt in Halle (Saale) brachte. Nun hat er diesen Ort noch einmal in Fotografien festgehalten und mit Texten kompiliert zu einem beeindruckenden Band. Im Gespräch erzählt er von dem künstlerischen Gang in die Vergangenheit.

Books by People – Ein Siegel für menschengemachte Literatur Wie sollen wir in Zukunft wissen, ob wir ein menschengemachtes oder ein mit KI generiertes Buch lesen? Ein Siegel, das in Großbritannien entwickelt wird, soll Abhilfe schaffen. Lisa-Maria Röhling berichtet aus London.

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