
Über das eigene Dorf hinaus? Reisen im Mittelalter
Im Mittelalter verließ kaum jemand das eigene Dorf – so zumindest ein hartnäckiges Klischee. Tatsächlich waren erstaunlich viele Menschen unterwegs: Herrscher zogen mit ihrem Hof durch das Reich, Pilger reisten nach Rom, Santiago oder zu regionalen Wallfahrtsorten, Händler verbanden Märkte und Messen miteinander, und Studenten machten sich auf den Weg zu den wenigen Universitäten Europas. Welche Entfernungen legten sie zurück? Wie funktionierten Reisewege, Nachrichten- und Versorgungsnetze? Und woher wussten Reisende überhaupt, wohin sie gehen mussten? Ein Blick auf mittelalterliche Mobilität zwischen Herrschaft, Handel, Glauben und Wissenstransfer – und auf eine Gesellschaft, die weit beweglicher war, als ihr Ruf vermuten lässt.
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Literatur zum Weiterlesen:
- GEDIGK, Katharina & René Wetzel: Ab insula ad eremum: der Heilige Meinrad von Einsiedeln im Kontext der Reichenauer Frömmigkeitskultur und der alemannischen Hagiographie, In: Die Klosterinsel Reichenau im Mittelalter. Geschichte - Kunst - Architektur. Regensburg 2024, S. 100-115
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