DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur podcast

DDCAST 64 – Shantel "Diversität hörbar machen"

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Mit seinem Ansatz Kulturen zu vermischen wurde Shantel weltweit das Gesicht eines anderen Deutschlands, ist er doch der erste, der hier der Popkultur einen kosmopolitischen Sound einimpfte. Bei ihm wurde Migration hör- und tanzbar. Musikalische Preziosen aus Südosteuropa, dem Nahen Osten oder vom Mittelmeer erscheinen in einem neuen, vielschichtigen Kontext. Damit wird auch die Kultur, aus der sie entstammen, intuitiv erfahrbar. Seine Methode ist kulturelles Mixing und Sampling. Bar Lissania und später der Bucovina Club waren raren Momente, bei denen sich unterschiedliche Szenen und Altersgruppen trafen. Die Tanzenden verband eines: Sie waren neugierig und bereit, sich unerhörten Klängen vollständig hinzugeben. Shantel war es stets wichtig, neue Ideen, Verrücktes, Unbekanntes via Musik erfahrbar zu machen: Ideen, Visionen, die aus einer Vielzahl von Quellen zusammenkamen - Paris, Thessaloniki, Tel Aviv, Istanbul. Er war als einer der deutschen Pioniere des sogenannten Freestyle-Clubbing bald weltweit gefragt, spielte an der Seite von MC Solaar, Kruder & Dorfmeister, Gilles Peterson, Massive Attack, Björk und Howie B. Shantel entschied sich, auf eine große Reise in seine eigene Familiengeschichte zu gehen, die ihn in die Bucovina, Grenzland zwischen Ukraine und Rumänien brachte. Dort fand er die Musik, die tief in seiner eigenen DNA schlummerte und begann mit ihr zu experimentieren, ging mit den Großen des Genre ins Studio, um seine Vision von einem zeitgenössischen paneuropäischen Sound zu kreieren.

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    DDCAST 73 – TheJoCraft - "DER DIGITALE BAUMEISTER"

    36:41

    Josef Heinrich Bogatzki, aka. TheJoCraft, wurde 1996 in Münster geboren. Schon in seiner Kindheit prägte ihn die Begeisterung für die Musik (er spielt Klavier, Klarinette und Orgel) und für das kreative Spielen (Lego, Fischertechnik und schließlich Minecraft). 2014 belegte Josef den ersten Platz beim Bundeswettbewerb "Jugend präsentiert". Nach seinem Abitur absolvierte er zunächst sein Kirchenmusikexamen und studiert nun Musik und Germanistik an der WWU Münster. Nebenbei ist er als Organist und Kantor in seiner Ortsgemeinde tätig. Seinen 2011 gegründeten YouTube-Kanal professionalisierte er im Jahr 2016. Seither baute er eine Reichweite von über 320.000 Abonnenten und Multimillionen Klicks auf und streamt seit 2019 erfolgreich auf der Plattform Twitch. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit dem Themengebiet der Gamification und kooperiert mit diversen Firmen, Städten und Organisationen. Mit seinem Kanalmotto „Minecraft mit Niveau und Verstand neu erfahren“ möchte er zeigen, dass Computerspiele – besonders Minecraft – Kreativität fördern und zugleich pädagogisch wertvoll sind.
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    DDCAST 72 - Elvira Breit, Patrick H. Nagel und Klaus K. Loenhart "LERNEN, SEHEN, ATMEN - WAS IST GUT - DIE GEWINNER"

    39:29

    WAS IST GUT - DIE GEWINNER Elvira Breit / Patrick Henry Nagel / Klaus Klaas Loenhart. Elvira Breit arbeitet bei als Junior Art Directorin bei der Werbeagentur Serviceplan in München. Dies war, auf Basis Ihres Migrations-Hintergrundes und zum Zeitpunkt Ihres Hauptschulabschlusses, keineswegs absehbar – dass sie es einmal so weit bringen würde. Alle legten ihr nahe, doch Kassiererin zu werden, da würde sie etwas verdienen. Mehr sei nicht drin mit diesem Abschluss. Elvira akzeptierte dieses Schicksal nicht. 5 Schul-/ Hochschulabschlüsse weiter, gewann sie mit Ihrer App "Alles statt nix" den 1. Preis in der Kategorie Kommunikation des Wettbewerbs WAS IST GUT 2021 des DDC. Patrick Henry Nagel kam durch ein Projekt an seiner Hochschule zu „The One Dollar Glasses“. Zusammen mit seinem Partner Nils Körner nennen sie sich Haus Otto. Ihr Projekt beschäftigt sich auf spielerische Weise mit der von Martin Aufmuth entwickelten Biegemaschine zur Herstellung von Brillen. Der Hintergrund ist einfach und zugleich dramatisch: Aktuell benötigen 150 Millionen Menschen eine Sehhilfe, viele haben jedoch keinen Zugang oder die finanziellen Mittel. Mit diesem Projekt gewannen die beiden den ersten Preis in der Kategorie Produkt. Prof. Klaus Klaas Loenhart ist Chef von terrain:integral design, einem Planungsbüro in Graz und München. Und er ist Hochschul-Professor. Er hat u.a. einen Abschluss in Architekturtheorie der Harvard Graduate School of Design. Klaus beschäftigt sich mit Atmen – nicht nur bei seinen Yoga-Übungen. Das Projekt mit dem er den 1. Preis in unserer Kategorie Raum gewann, ist das Breathing Headquarter für die Firma GRÜNE ERDE. Dieses Gebäude atmet, lässt Menschen, Pflanzen, Klima und Biodiversität, wie er sagt, gleichberechtigt als Stakeholder zu Wort kommen. Es ist, wie er sagt: „Mehr als menschenfreundlich, es ist auch freundlich zu unserem Planeten.“
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    DDCAST 71 – Katja Filippenko und Philip Weyer "Der vegane Party Kracher"

    38:58

    Katja Filippenko ist in St. Petersburg geboren und in Bad Homburg aufgewachsen. Sie hat Jura in Heidelberg mit Schwerpunkt auf Völkerrecht studiert und am MPI für ausländisches öffentliches Recht gearbeitet. Während ihres Studiums engagierte sie sich bei mehreren Menschenrechtsorganisationen und nahm erfolgreich an internationalen Wettbewerben Teil. Nach Ihrem Abschluss hat sie mehrere Jahre lang bei SAP als Global Licensing Managerin gearbeitet und als Sustainability Champion Nachhaltigkeitsinitiativen geleitet. Als Catalyst hat sie nebenbei Start Ups betreut und Design Thinking Workshops durchgeführt. Bei ihrem Social Sabbatical in Kambodscha, wo sie als DT & BMI Coach tätig war hatte sie vor allem mit zwei Sachen zu kämpfen – zum Einen die Herausforderungen der Umweltverschmutzung & der Mangel an Unternehmen, die dieses Thema angehen und zum Anderen die triste und schwierige vorherrschende Unternehmenskultur, an der die junge Generation nicht teilhaben wollte. Nach diesem Aufenthalt stand fest, dass sie ihr eigenes Purposeunternehmen aufbauen möchte, wo die Menschen mit ganzem Herzen daran arbeiten gesellschaftliche Probleme zu lösen und zugleich bei und für Ihre Arbeit wertgeschätzt werden. Philip Weyer, geboren bei Köln, studierte Produktdesign an der Kunsthochschule Kassel mit Fokus auf die Gestaltung möglichst nachhaltiger Produkte. Neben den Untersuchungen, was Nachhaltigkeit alles sein kann und wie man mit Gestaltung einen positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft + Umwelt haben kann, mag er Produkte/Projekte, mit denen man Geschichten erzählen kann.
Eines seiner erklärten Ziele ist es, Produkte zu verkaufen/präsentieren, ohne sie als "nachhaltig" zu kommunizieren - sind sie natürlich, Sie sollen aber mit anderen Aspekten überzeugen. Zu Saatkonfetti kam Katja, als Philip sie beim Crowdfunding angeschrieben hat. Die beiden kannten sich bereits seit einiger Zeit durch einen gemeinsamen Freundeskreis und so bot sie ihm an ein Coaching durchzuführen. Nach dem ersten offiziellen Treffen in Köln zusammen mit Chris & Philip ist sie dann einfach geblieben und hat mit den beiden aus der Idee ein Unternehmen aufgebaut. Und so wurde aus der Idee Saatgutkonfetti – ein Sozialunternehmen.
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    DDCAST 70 - Klement Tockner "Einmal verloren ist immer verloren"

    39:22

    Klement Tockner, seit 2021 Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, leitet gemeinsam mit dem Direktorium die operativen Geschäfte der Gesellschaft. Sein erklärtes Ziel ist es, durch die im Forschungsprogramm festgeschriebene ganzheitliche Geobiodiversitätsforschung einen zukunftsweisenden Beitrag zur Bewältigung der großen Herausforderungen des Anthropozäns zu leisten. An den elf Standorten der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung arbeiten bundesweit rund 950 Senckenberg-Mitarbeiter*innen aus 40 Nationen. Im Dialog mit Akteuren aus Wissenschaft und Praxis erforscht die Senckenberg Gesellschaft mit innovativen Methoden gesamtgesellschaftliche Zukunftsfragen. Klement Tockners Forschungsinteresse gilt der Dynamik, der Biodiversität und dem nachhaltigen Management von Gewässern. Er forscht an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen, wie etwa der Ökologie, der Geomorphologie und der Hydrologie. Dabei kombiniert der gebürtige Österreicher Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung und verknüpft natur- mit sozialwissenschaftlichen Themen. Zudem berät er internationale Forschungseinrichtungen in deren strategischen Entwicklung. Seit Januar 2021 hat er eine W3-Professor für Ökosystemwissenschaften am Institut für Biowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main inne.
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    DDCAST 69 - Agnesa Kolica "Social Design for Innovation"

    33:19

    Agnesa Kolica ist geschäftsführende Vorständin und, zusammen mit Dr. Tina Roeske, Gründerin von family playdates e.V.. »Für ein echtes Miteinander – spielerisch und generationsübergreifend als Gesellschaft zusammenwachsen«. Unter diesem Motto ist der social start-up seit 2016 am Start. Das Projekt ist im Rahmen der „People for People“-Initiative der Max-Planck-Gesellschaft entstanden. Agnesa hat, durch ihre eigene Fluchtbiografie, ein sehr direkten Zugang zum Thema. Die Politologin vereint, auch durch ihre Arbeit am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, wissenschaftliche und praktische Kenntnisse. Seit 2016 hat family playdates über 300 Menschen zusammengebracht. Familien mit und ohne Fluchtgeschichte werden zu Spieltreffen und kulturellen Aktivitäten zusammengebracht. So bringen sich Menschen aller Generationen und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen ihre Welten näher – spielerisch und auf Augenhöhe. Dabei spielt Design eine zentrale Rolle im Sinne von Ezio Manzinis "Design for social innovation" Gefördert und geehrt wurde family playdates vielfach, u.a. mit der Auszeichnung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen des 15. Startsocial Wettbewerbs; das Halbfinale Hessischer Gründerpreis, als Gewinner des Crowdfundingcontest Deutscher Integrationspreis der Hertie Stiftung; im Rahmen des AndersGründer Programm gefördert durch Social Impact Lab Frankfurt & KfW Stiftung sowie im ChancenNutzer Programm gefördert durch Social Impact Lab Frankfurt & JPMorgan Chase Foundation
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    DDCAST 68 - Frank Wagner "What's the value of design"

    31:05

    Frank Wagner gehört zu den renommiertesten Kommunikationsdesignern; mit 500 Awards liegt sein Studio hw.design klar in der Spitzengruppe der Preisträger. Nach dem Grafikdesign Studium in Stuttgart war er zunächst Art Director bei h,t,p, in München, dann bei Scholz & Friends, Hamburg und schließlich Creative Director bei fest und frei in München tätig. Als Mittgründer von häfelinger + wagner Design, München und schließlich der hw.design gmbh in München wurde er zum Unternehmer und einem Chef des stets wachsenden Unternehmens. Die Transformation der Designbranche war für das Studio von Anfang an eine stetige Herausforderung, auch die Frage, was Design für Kunden überhaupt bringt. Um hier klar Position zu beziehen, veröffentlichte er vor 6 Jahren das Buch "The Value of Design" im Hermann Schmidt Verlag, Mainz. Ebenfalls 2016 startete hw.design mit der Publikation eines eigenen, internationalen Gesellschaftmagazins, dessen Herausgeber und Chef-Redakteur Frank ist: nomad. Als Mitglied im Type Directors Club New York, der Typografische Gesellschaft in München bei if-Design und im Deutschen Designer Club bezieht er Stellung, ist Mitglied zahlreicher Jurys und versucht Design einen größeren Stellenwert in der Gesellschaft zu geben.
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    DDCAST 67 – Constanze Hosp und Nadine Podewski "Wie Designerinnen gutes Leben gestalten"

    40:04

    Constanze Hosp und Nadine Podowski haben u.a. an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Design studiert. Die 1915 gegründete Kunsthochschule ist mit über 1000 Studierenden eine der größten Deutschlands. Nach Nadines Diplom in Produktdesign/Glas-und Keramikdesign
 und Constanzes M.A. in Industriedesign, absolvierten sie zahlreiche Praktika im Ausland, z.B. in Amsterdam und Valencia, und sie haben eine ganze Reihe renommierter Design-Preise gewonnen. Daneben – und das interessiert uns beim DDCAST mindestens ebenso sehr – haben sie harmonische Beziehungen aufgebaut, Kinder zu Welt gebracht, Familien gegründet und in Halle ein bundesweit einzigartiges Projekt hochgezogen. Es heißt „feingemacht – Kunst & Design / Café“. Dort sind die beiden Geschäftsführerinnen, Kuratorinnen, Motivatorinnen, Moderatorinnen, Bäckerinnen, Kummerkasten und Unternehmerinnen. Und sie entwickeln in den Werkstätten selbstverständlich auch eigene Designs: Schmuck- und Keramik. Bei feingemacht sind unterdessen 90 Künstler:innen und Designer:innen aktiv engagiert. Es ist ein beachtenswerter Hybrid aus Fachgeschäft, Produzent:innen-Galerie, aus Café, Shop und Werkstätte – in einem renovierten Gründerzeithaus der Saale-Stadt. Für ihre geschäftliche Arbeit haben die beiden 2019 den Unternehmerinnenpreis des Bundeslandes Sachsen-Anhalt erhalten.
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    DDCAST 66 - Boris Kochan "Wir können sehr viel bewegen"

    30:39

    Boris Kochan (*1962) gestaltet Unternehmen, Organisationen, Beziehungen und Bezüge – als Unternehmer, Designer, Autor und Berater. Nach seiner Layout- und Typographie-Ausbildung im grafischen Kollektiv Sternagel, sammelte er erst in einer Außenredaktion der Süddeutschen Zeitung journalistische Berufserfahrung, anschließend technische im Satzstudio Lothar Wolf und – in Lithographie – bei der Offset- und Siebdruckerei Jürgen Höflich. 1981 gründete er gemeinsam mit Freunden ein Grafik- und Textbüro, erweiterte dieses zwei Jahre später um Satz und Litho, 1989 um ZELIG-DRUCK und 1995 um die Interactive-Unit PEPPERMIND. KOCHAN & PARTNER ist heute mit rund 50 Individualisten an den Standorten München und Berlin als Branding- und Designagentur eine der 15 größten inhabergeführten CD/CI-Agenturen in Deutschland. Boris Kochan kuratiert und moderiert Konferenzen und Podiumsdiskussionen, hält Vorträge in aller Welt und leitet Workshops zu Markenentwicklung, Kommunikation und Designpolitik. Als Präsident des internationalen Non-Latin-Typography-Projektes GRANSHAN verantwortet er jährliche Wettbewerbe und Konferenzen, Ausstellungen und Publikationen. Bereits 2011 initiierte er die EDCH (vormals QVED), mittlerweile Europas größte Editorial-Design-Konferenz. Nach sieben Jahren als Erster Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft München (tgm) wurde er im April 2016 erster Präsident des neu formierten Dachverbandes der deutschen Designorganisationen Deutscher Designtag (DT). Diesen vertritt er wiederum als Sprecher der Sektion Design und seit März 2019 als Vizepräsident im Spitzenverband der bundesdeutschen Kunst- und Kultur-, Medien- und Kreativverbände, dem Deutschen Kulturrat.
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    DDCAST 65 – Paola Antonelli "Über das Lernen von Designausstellungen"

    33:33

    Paola Antonelli ist leitende Kuratorin am Museum of Modern Art in New York in der Abteilung für Architektur und Design sowie die Gründungsdirektorin für Forschung und Entwicklung des MoMA. Sie hat dutzende von weltweit einflussreichen Ausstellungen kuratiert, weltweit Vorträge gehalten und war Mitglied in praktisch jeder relevanten internationalen Architektur- und Designjury. Sie unterrichtete an der University of California, Los Angeles, an der Harvard Graduate School of Design und an den MFA-Programmen der School of Visual Arts in New York. Ihre Ehrendoktorwürden des Royal College of Art und der Kingston University in London, des Art Center College of Design in Pasadena und des Pratt Institute in New York sagen eigentlich alles. Im Jahr 2006 wurde sie mit dem "Design Mind" Smithsonian Institution's National Design Award ausgezeichnet. 2007 wurde sie vom Time Magazine zu einer der 25 prägnantesten Design-Visionäre ernannt. Im Jahr 2011 wurde sie in die Art Directors Club Hall of Fame aufgenommen und 2015 erhielt sie die AIGA-Medaille. Im Jahr 2020 wurde Paola mit der London Design Medal ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung, die einer Person verliehen wird, die sich in der Branche hervorgetan und beständige Designkompetenz bewiesen hat.
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    DDCAST 64 – Shantel "Diversität hörbar machen"

    48:09

    Mit seinem Ansatz Kulturen zu vermischen wurde Shantel weltweit das Gesicht eines anderen Deutschlands, ist er doch der erste, der hier der Popkultur einen kosmopolitischen Sound einimpfte. Bei ihm wurde Migration hör- und tanzbar. Musikalische Preziosen aus Südosteuropa, dem Nahen Osten oder vom Mittelmeer erscheinen in einem neuen, vielschichtigen Kontext. Damit wird auch die Kultur, aus der sie entstammen, intuitiv erfahrbar. Seine Methode ist kulturelles Mixing und Sampling. Bar Lissania und später der Bucovina Club waren raren Momente, bei denen sich unterschiedliche Szenen und Altersgruppen trafen. Die Tanzenden verband eines: Sie waren neugierig und bereit, sich unerhörten Klängen vollständig hinzugeben. Shantel war es stets wichtig, neue Ideen, Verrücktes, Unbekanntes via Musik erfahrbar zu machen: Ideen, Visionen, die aus einer Vielzahl von Quellen zusammenkamen - Paris, Thessaloniki, Tel Aviv, Istanbul. Er war als einer der deutschen Pioniere des sogenannten Freestyle-Clubbing bald weltweit gefragt, spielte an der Seite von MC Solaar, Kruder & Dorfmeister, Gilles Peterson, Massive Attack, Björk und Howie B. Shantel entschied sich, auf eine große Reise in seine eigene Familiengeschichte zu gehen, die ihn in die Bucovina, Grenzland zwischen Ukraine und Rumänien brachte. Dort fand er die Musik, die tief in seiner eigenen DNA schlummerte und begann mit ihr zu experimentieren, ging mit den Großen des Genre ins Studio, um seine Vision von einem zeitgenössischen paneuropäischen Sound zu kreieren.

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